Archiv von Januar 2007

Der König der Mäuse - Trust Wireless Presenter Mouse

Trust Wireless Presenter MouseEigentlich war ich mit meiner Logitech MX1000 bis jetzt sehr zufrieden (auch wenn in letzter Zeit die Akkuleistung doch merklich nachgelassen hat), aber häufige Präsentationen habe mich dann doch nach einer neuen Maus suchen lassen. Da ich keine Lust habe zwei Geräte samt Notebook mit durch die Gegend zu schleppen, sollte das Eingabegerät sowohl als Maus, als auch als Präsentationswerkzeug zu gebrauchen sein. Als Lösung bin ich auf die Trust Wireless Presenter Mouse TK-4300p gestoßen.
Lieferumfang:

  • Maus (3 Tasten, Kugel zum h/v scrollen, 2 Präsentationstasten an der Unterseite, Laserpointer)
  • Aufladestation und seperates USB Ladekabel
  • Funkempfänger
  • Treiber CD und 2 AAA Akkus

Im folgenden kurz die positiven, sowie negativen Aspekte meiner Wahl:

+ Maus macht stabilen Eindruck und ist gut verarbeitetTrust Wireless Presenter Mouse
+ Aufladestation im Lieferumfang (mit Ladeleuchte)
+ Abnehmbarer Funkempfänger
+ zusätzliches USB Ladekabel (mit Ladeleuchte)
+ AAA Akkus, also einfacher Austausch, wenn die Kapazität nachlässt
+ Präsentationsmodus (die Maus erkennt, wenn sie in der Hand gehalten wird, dann fungiert die Scrollkugel als Maussteuerung und die Vor/Zurücktasten am Mausboden und der Laserpointer werden aktiviert)

Trust Wireless Presenter Mouse - Aufladestation klapprig
- Aufladestation nur per USB, keine eigene Stromversorgung (wenn der Computer aus ist, sind meistens auch die USB Ports aus - also kein Laden möglich. Aktiver Hub schaft evtl. Abhilfe)
- USB Ladekabel auf Mausseite Klinkenstecker - kein Mini-USB (also immer ein extra Kabel neben der Digicam nötig, dafür kann man sie aber überhaupt ohne Ladestation aufladen, was schon ein dicker Pluspunkt ist)
- mit UVP 49,99 Euro nicht gerade günstig

Unter Windows

Der Präsentationsmodus (umschalten von Scrollkugel zu Maussteuerung) ist in Hardware implementiert, funktioniert also auch ohne Treiber. Die Präsentationstasten haben dann die Vor/Zurück-Funktion wie sie eigentlich alle Programme unterstützen (IE, Firefox, Word…) und nicht die BildHoch/Runter Funktion, wie Powerpoint/OpenOffice sie für Präsentationen normalerweise haben wollen. Mit installiertem Treiber lässt sich dies umstellen (hier noch ein Tipp, befindet sich die Einstellung für das Mausrad/Kugel im Modus “MS-Intelli Mouse Compatible” und nicht im “Trust Mouse Mode”, lassen sich keine Tasteneinstellungen mehr vornehmen - sie sind ausgegraut und deaktiviert und die Maus arbeitet in den Standarteinstellungen).

Unter Ubuntu

Umschalten des Präsentationsmodus funktioniert natürlich auch hier, allerdings sind die Präsentationstasten erstmal “stumm” (gehen also nicht und die Scrollkugel funktioniert nur vertikal).

Da mich das horizontale Scroller sowieso nervt, habe ich mich erstmal nur um die Präsentationstasten gekümmert. Die lassen sich nach Installation von “imwheel” (”sudo apt-get install imwheel” dann X11 neustarten) sehr einfach aktivieren. Einfach im “home” Verzeichnis die Datei “.imwheelrc” erstellen und

“.*”
None,Thumb1,Page_Up
None,Thumb2,Page_Down

eintragen, schon funktionieren die Präsentationstasten in OpenOffice. Natürlich muss “imwheel” laufen, also entweder vor der Präsentation über die Konsole bzw. Alt+F2 starten oder “imwheel” unter System->Einstellungen->Sitzungen: Startprogramme in den Autostart eintragen.

GoogleMail auf dem Desktop - Gmail Notifier@Ubuntu

Google Mail ist eine feine Sache (wenn es dich nicht stört, dass Google deine Mails “liest”). Es gibt genügend Speicherplatz, man hat seine Mails immer verfügbar (sofern der Internetzugang funktioniert…) und Tags anstelle von Ordnern hätte ich früher schon gerne gehabt.

Wenn man jetzt beim Arbeiten unter Linux noch automatisch über neue Mails unterrichtet werden möchte, ist CheckGmail dafür genau die richtige Lösung. CheckGmail fügt ein Tray-Icon zur Taskleiste hinzu und fragt (innerhalb definierbarer Zeitintervalle) bei Google nach neuen Mails nach. Sind welche vorhanden wird dies über einen Icon-Wechsel und ein Popup-Text dargestellt. Feed-mäßig werden Absender, Betreff und Inhaltsvorschau angezeigt und die wichtigsten Verknüpfung (löschen, Spam, anzeigen…) stehen gleich zur Verfügung.

Alles in allem, ein äußerst nützliches Tool.

Installation unter Ubuntu:

  • “sudo apt-get install checkgmail” (befindet sich im Universe Repository)
  • dann mit Alt+F2 “/usr/bin/checkgmail” ausführen und Einstellungen vornehmen
  • zum automatischen Start “/usr/bin/checkmail” zu System->Einstellungen->Sitzungen: Starprogramme hinzufügen

Eine Alternative wäre der GMail-Notifier, eine Linux Alternative zum gleichnamigen Google-Tool. Dieser befindet sich ebenfalls in den Ubuntu Repositories.
Links:
CheckGmail
Gmail-Notifier

LaTeX@Ubuntu/Windows - Hausarbeiten, Formeln und Blocksatz

Wer etwas umfangreichere Ausarbeitungen schreiben muss (zum Beispiel für die Uni), wird sicher schnell feststellen, dass es sich mit OpenOffice, Word & Co. nicht immer gut arbeiten lässt. Anlegen eines Inhaltsverzeichnisses, unterschiedliche Formatierungen für Überschriften und Absätze, sind nur einige Dinge, die einem das eine oder andere mal den letzten Nerv rauben. Dazu kommt der nicht selten hässliche Blocksatz und nicht immer schön anzusehende Formeln.

Endlich Zeit auf LaTeX umzusteigen. Unter Windows ist das schnell mit der Installation von MiKTeX und des TeXnicCenters getan. Unter Ubuntut reicht:

  • “sudo apt-get install tetex-base tetex-bin tetex-extra tetex-doc”

und für Texmaker:

  • “sudo apt-get install texmaker”

Danach kann man direkt starten. Ein paar “Befehle” muss man allerdings schon lernen, bevor man sich ausschließlich auf den Inhalt der anstehenden Ausarbeitung konzentrieren kann.

Ein paar Tutorials zu LaTeX:

Tutorial 1 - Tutorial 2 - Tutorial 3

UPDATE:
Tetex wird nicht mehr weitergeführt und ist durch texlive abgelöst worden. Eine gute Anleitung (auch zu LyX, mit dem man etwas textverarbeitungsmäßiger mit LaTeX arbeiten kann) gibt es Hier

Think Tanks in den USA

Die dazugehörige Präsentation ink. Notizseiten steht unter Uni (Link zum direkten Download).
Die Anzahl der Think Tanks in den USA, ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Mit mittlerweile zwischen 1500 und 2000 Institutionen, die unter dem Begriff der Denkfabriken zusammengefasst werden, geht eine zunehmende Politisierung der Wissenschaft einher.

Think Tanks dabei als reine Lobbyorganisationen abzutun wäre verfehlt, sie sind Teil des Politischen Systems. Ihre Einflussmöglichkeiten auf Politik und Administration ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Politisches Klima
  • Konkurrenz der Think Tanks untereinander
  • Ansehen
  • “Schlüsselfiguren”

Die verschiedenen Ebenen, über die Think Tanks versuchen Einfluss zu nehmen, können gut am Beispiel des Cato Institute und der US-Rentendebatte 2005 nachvollzogen werden.

Literatur:

Gehlen, Martin (2005): Politikberatung in den USA. Der Einfluss von Think Tanks auf die amerikanische Sozialpolitik, Frankfurt/New York: Campus Verlag.

Speth, Rudolf (2006): Advokatorische Think Tanks und die Politisierung des Marktplatzes der Ideen, Bonn: FES.

Weaver, R. Kent/McGann James G. (Hrsg.) (2000): Think Tanks and Civil Societies - Catalysts for Ideas and Action, New Jersey: Transaction Publishers.

XForms - Formulare im Zeitalter von XML

Die dazugehörige Präsentation ink. Notizseiten steht unter Uni (Link zum direkten Download).
Die Benutzbarkeit des Internet gründet sich vor allem auf zwei Interaktionsmittel. Zum einen sind das natürlich die Hyperlinks, ohne die ein surfen von Webseite zu Webseite überhaupt nicht ermöglichen wäre. Für die Interaktivität ausschlaggebend sind aber die Formulare.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich mit der Entwicklung der Auszeichnungssprache HTML und der Einführung von XHTML 1.0 im Jahr 1999, nichts an den Formularen, ihrer Bearbeitung, Struktur oder Präsentation, geändert hat.

Den Umbruch bringt das kommende XHTML 2.0, mit dem 2003 verabschiedeten Standard XForms. Zu den grundlegenden Neuerungen zählen:

  • Saubere Trennung zwischen Präsentation und Struktur
  • Eingabeüberprüfung
  • Berechnungsmöglichkeiten und Bedingungsabfrage
  • Datenübermittlung mittels XML
  • Dynamische Anpassung ohne Script-Sprachen

Die dazu nötigen Änderungen, machen eine völlig neue Umsetzung notwendig. Als Konsequenz davon, ist XForms nicht abwärtskompatibel zu den alten HTML-Formularen. Es wurde aber darauf geachtet, alle bereits vorhandenen Möglichkeiten zu erhalten, um einen leichten Umstieg zu ermöglichen.

Einfacher wird vor allem die Initialisierung von Formularen mit vorgegebenen Daten und die Ausgabe von Datensätzen. Außerdem ist mit Hilfe von XML eine adäquate Repräsentation der zu übermittelnden Datenstruktur möglich.

Literatur:

Braun, Herbert (2005): Das neue Web. Internet-Seiten mit XHTML 2, in: c’t 15/2005, S. 172-178.

Braun, Herbert (2006): Webstandards im Wandel. Die Krise des W3C und die Lösungsansätze, in: c‘t 01/2007, S. 162-169.

Dubinco, Micah (2003): XForms Essentials, Link .

Raman, T. V. (2003): XForms. XML Powered Web Forms, Link .

W3C – The Forms Working Group (Hrsg.): XForms – The Next Generation of Web Forms, Link .